Forschung in die Praxis umsetzen: FITTER-EU entwirft einen fairen und inklusiven doppelten Übergang für Europa
Das FITTER-EU-Projekt und sein innovatives Papier „An Evolutionary Tree Framework for a Fair and Inclusive Twin Transition in Europe” (Ein evolutionäres Baummodell für einen fairen und inklusiven doppelten Übergang in Europa) wurden während der Sondersitzung zum Thema „Twin Transition and its Unequal Geography” (Doppelter Übergang und seine ungleiche Geografie) auf dem ERSA-Kongress 2025 in Athen vorgestellt. In ihrer Präsentation stellten Dr. Francisco Santarremigia Rosaleny und Dr. Gemma Molero Prieto, beide leitende Forscher bei AITEC, die Zusammenarbeit zwischen AITEC-INTL, TFC Research and Innovation Limited und der TU Dublin vor und demonstrierten dabei die Auswirkungen des FITTER-EU-Projekts auf die Politik.
Die Sitzung S88-S1: „Twin Transition and its Unequal Geography” (Doppelte Transformation und ihre ungleiche geografische Verteilung) untersuchte, wie sich die grüne und digitale Transformation Europas ungleichmäßig auf die Regionen auswirkt. Sie brachte politische Entscheidungsträger, Vertreter der Industrie und akademische Forscher zusammen, um Governance-Strategien auszutauschen, die alle Bürger einbeziehen. Während der Sitzung stach FITTER-EU dadurch hervor, dass es komplexe Forschungsergebnisse in benutzerfreundliche Tools umsetzt und politischen Entscheidungsträgern dabei hilft, Risiken vorherzusagen und Maßnahmen zu deren Minderung zu planen.
Das Rahmenwerk von FITTER-EU verwendet eine evolutionäre Baummetapher der Jahreszeiten Winter -> Frühling -> Sommer, um Forschungsphasen in politikreife Ergebnisse abzubilden. Es zerlegt komplexe Daten in umsetzbare Werkzeuge, beginnend mit Vulnerabilitätsdaten in Form einer Karte (Winter), über die Erstellung von KPI-gesteuerten Szenarien (Frühling) bis hin zu einer spielerischen, politikorientierten digitalen Plattform mit einem intelligenten prädiktiven Entscheidungsunterstützungssystem (Sommer), das die Entscheidungsfindung erleichtern soll.
Der Artikel beschreibt die konzeptionellen und methodischen Innovationen von FITTER-EU und erläutert, wie das evolutionäre Baum-Framework es politischen Entscheidungsträgern ermöglicht, Was-wäre-wenn-Szenarien durchzuspielen und die Ergebnisse sofort zu visualisieren. Außerdem werden in dem Artikel Methoden zur Einbindung von Interessengruppen erläutert und veranschaulicht, wie Rückmeldungen von lokalen Gemeinschaften, der Industrie und Regierungen in das Modell integriert werden, um Fairness und Inklusivität zu gewährleisten.
Die Methodik des Projekts konzentriert sich auf die praktische Umsetzung und analysiert sechs Länder – Deutschland, Ungarn, Italien, Irland, Spanien und Portugal – in vier vorrangigen Sektoren: Energie, Verkehr, Bauwesen und Wohnungswesen sowie Agrar- und Ernährungswirtschaft. Dadurch wird sichergestellt, dass der Ansatz wiederverwendet und an unterschiedliche Gegebenheiten angepasst werden kann. Darüber hinaus führt FITTER-EU aggregierte Risikoindikatoren und Simulationsinstrumente ein, mit denen politische Entscheidungsträger vorhersagen können, welche Gemeinden am stärksten von den Maßnahmen zur doppelten Energiewende betroffen sein könnten und welche Minderungsmaßnahmen am besten funktionieren und fair sind.
Was FITTER-EU auszeichnet, ist sein stakeholderorientierter Ansatz, der auf eine vorausschauende und inklusive Politikgestaltung abzielt. Indem Gerechtigkeit und Inklusion in den Mittelpunkt der grünen und digitalen Transformation Europas gestellt werden, schafft das Projekt ein Modell für die künftige Politikentwicklung.
ERSA 2025, der Kongress, der diese Sitzung organisiert, gilt als Europas führendes Forum für Stadt- und Regionalwissenschaften. Die Konferenz versammelte mehr als 1.000 Teilnehmer, um über Innovation, Nachhaltigkeit und regionale Entwicklung zu diskutieren. Sie ermöglichte Initiativen wie FITTER-EU, Wege aufzuzeigen, wie akademische Forschung politische Instrumente gestalten und die Lücke zwischen Fakten und Entscheidungsfindung schließen kann. Der Kongress legte auch einen starken Fokus auf interdisziplinäre Zusammenarbeit und bot Podiumsdiskussionen, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte des doppelten Wandels integrierten. Weitere Informationen zum Kongress: https://ersa.eventsair.com/ersa2025/
Für diejenigen, die sich für die technischen Details interessieren, wie das Evolutionsbaum-Framework Forschung in politikreife Lösungen umsetzt, ist das vollständige Papier hier verfügbar: https://lnkd.in/dGCyEpY7
FITTER-EU ist ein Projekt, das die erfolgreiche Integration von Forschungseinrichtungen und Industriepartnern demonstriert und dessen Instrumente bereits die Diskussionen über inklusive Governance, Übergangspolitik und Entscheidungsunterstützungssysteme prägen.
